Kurzbiografien der Eggers von Aarwangen

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Jacob Egger, geb. um 1560 (Stammvater), heiratete Verena Rickli (*1577) von Aarwangen.

Jacob Egger war Zimmermeister und 1606/07 an den Umbauarbeiten im Schloss Aarwangen, bei der Sanierung der Holzbrücke über die Aare (1614/15) und 1616/17 beim Bau des Kornhauses beteiligt. Jacob und Verena werden als Stammeltern der Eggers von Aarwangen bezeichnet. Sie hatten sieben Kinder.

Hans Jacob Egger geb. 1697 (Tiermann), Urgross- kind des Ulrich Egger (*1602) heiratete 1759 Anna Kohler (*1725).

Hans Jacob Egger war Menageriebesitzer und zog ab 1716 mit seinen wilden und exotischen Tieren während rund 50 Jahren durch alle Länder Europas. Mit der Schaustellung seiner Tiere verdiente er nicht nur sein Unterhalt, sondern konnte nebenbei ein Vermögen von 18’000 Pfund ersparen. Als 70-jähriger und reicher Mann kehrte er nach Aarwangen zurück und liess sich 1767 das auch heute noch wertvolle und wunderschöne Tierlihaus in Aarwangen bauen. Während seinen Reisen kam Hans Jacob Egger zudem in den Besitz eines geheimen Rezeptes für ein Heilmittel. 1771 begann er mit der Fabrikation des noch vor wenigen Jahren sehr bekannten Arwangener-Balsams – dieser wurde noch bis 1981 in Langenthal verkauft. Hans Jacob und Anna hatten sechs Kinder. Er starb 1771 im Alter von 74 Jahren.

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Kunraht Egger war Krämer, geb. 1718, Neffe von Hans Jacob Egger dem Menageriebesitzer, er heiratete Elsbeth Schaad.

Kunraht Egger war Krämer und Strumpfweber. Bereits sein Vater Niclaus (*1688) verkaufte Gewürze, Seiden und exotischen Artikel, welche den weiten Weg von Indien über die Seidenstrasse bis nach Aarwangen fanden. 1766 wurde das markante blaue Haus mit der Inschrift in den Bügen «Cunrad Egger» gebaut. Cunrad und Elsbeth hatten sechs Kinder.

Johann Gottlieb Egger, geb. 1810 (Handelsmann und Landwirt), Friedrich des Hutmachers Sohn, heiratete 1836 in Wynigen Elisabeth Seiler (*1817).

Johann Gottlieb war ein vielseitig begabter Mensch, der sich bei seinen Arbeiten immer verantwortungsbewusst, voll und ganz einsetzte – halbe Sachen waren nicht sein Ding. In der Landwirtschaft galt er als Pionier: Mit Neuanschaffungen von Maschinen und Geräten aller Art und mit der Haltung schöner Rassentieren war er ein Vorbild und Ansporn für die ganze Gemeinde. Seine Nächstenliebe gegenüber allen Menschen war in Aarwangen legendär, er galt als sehr hilfsbereit und engagierte sich stark für die Armen und Minderbemittelten.

Ende der 1840er Jahre gründete er mit zwei seinen Brüder Johann Wilhelm und Johann Gottfried Augustinus die Bierbrauerei in Aarwangen – er kümmerte sich vor allem um die Buchhaltung. Ausserdem war er Grossrat (1839), Verfassungsrat (1846), Regierungsstatthalter von Aarwangen (1844), Direktor der Kantonalbank in Langenthal (1864–1881), Präsident und Vizepräsident der Ersparniskasse des Amtsbezirks Aarwangen (1850– 1882). Er war Gründer der Käsereigesellschaft (langjähriger Präsident) und beteiligte sich zudem an der Errichtung des damaligen Bezirksspitals. Johann Gottlieb und Elisabeth Seiler hatten sieben Kinder. Er starb 1882 im Alter von 72 Jahren.

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Johannes Egger geb. 1772 (Ammann), Johannes, des Gerbermeisters, heiratete Ursula Obrist geb. ca. 1772.

Johann Egger war jener bekannte Revolutionär, den die Mediationsregierung 1803 aus dem Lande verbannte (Bannwartsgeschichte mit Huldigungsverweigerung). Einige Jahre später kehrte er zurück und war massgeblich daran beteiligt, dass das damalige Regiment des Kantons Bern 1831 durch eine Volksregierung ersetzt wurde. Er war ausserdem im Verfassungsrat und im Grossrat tätig. Johannes und Ursula hatten zwei Kinder.

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Der Gasthof "Zum Wilden Mann" war 200 Jahre in Eggers Besitz.
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HEgä Egger, Aarwangen | info@hegäegger.ch | oder Abends 076 310 85 63


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